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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 1,48 € |
1,51 € |
-0,031 € |
-2,05 % |
23.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007314007 |
731400 |
- € |
- € |
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Heidelberger Druck veröffentlicht schwache Zahlen zum 1. Quartal 18.07.2011
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Heidelberger Druck-Aktie (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Die Heidelberger Druckmaschinen AG habe Ende letzter Woche vorläufige Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Diese Zahlen hätten in den Augen der Analysten nicht überzeugen können. Das Management selber habe den Umsatz als unter den Erwartungen bezeichnet.
Die Auftragseingänge hätten sich auf 665 Mio. EUR (währungsbereinigt: 690 Mio. EUR) belaufen, was einem Rückgang von 15% entspreche. Die Umsätze hätten 544 Mio. EUR (währungsbereinigt: rund 560 Mio. EUR) erreicht, ein Rückgang um 3%. Die Auftragseingänge hätten damit zwar im Rahmen dessen gelegen, was das Management Mitte Juni bei Veröffentlichung der Zahlen 2010/11 prognostiziert habe. Damit könne der Auftragseingang nach Erachten der Analysten trotzdem nicht überzeugen, denn er liege nur auf dem Niveau der Vorquartale und dies trotz der großen Messe China Print in diesem Quartal.
Die Umsätze hätten angabegemäß die eigenen Erwartungen des Managements aufgrund des Erdbebens in Japan sowie Verzögerungen aus der ausgeweiteten Liquiditätsverknappung im chinesischen Bankensystem verfehlt. In Bezug auf letzteres erwarte die Gesellschaft Nachholeffekte im Umsatz im Q3.
Das operative Ergebnis solle sich trotz des niedrigeren Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresquartal (-35 Mio. EUR) verbessert haben. Die Analysten würden erwarten, dass es aber mit rund -25 Mio. EUR noch deutlich negativ ausgefallen sein sollte.
Die Gesellschaft habe trotz des schwachen Starts den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Man erwarte unverändert ein ausgeglichenes operatives EBT, was nach Erachten der Analysten sehr schwierig werden dürfte. Die Gesellschaft brauche ihres Erachtens dafür nämlich eine Umsatzsteigerung von rund 220 Mio. EUR im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr (Annahmen: Umsatz-Break-Even von 2,6 Mrd. EUR mit Blick auf EBIT; Operating Leverage von 35%; zusätzliche Kosteneinsparungen von 20 Mio. EUR; Belastungen durch steigende Materialaufwendungen von 8 Mio. EUR; Finanzaufwand von -88 Mio. EUR). Um diesen Umsatzzuwachs zu realisieren, müssten die Auftragseingänge in den nächsten beiden Quartalen deutlich anziehen. Fundamentale Daten würden nach Erachten der Analysten derzeit nicht dafür sprechen.
Die Analysten hätten ihre Erwartungen an die Geschäftsentwicklung deshalb noch mal deutlich reduziert. Auch wenn der Kurs der Aktie bereits seit langem nur Richtung Süden gehe, würden sie die Gefahr weiterer Kursverluste sehen, wenn sich eine Gewinnwarnung konkretisieren sollte. Der Konsens gehe derzeit davon aus, dass die Gesellschaft ihre Ziele annährend erreichen könne. Die Analysten würden das Kursziel von 2,80 EUR auf 2 EUR senken.
Die Anlageempfehlung für die Heidelberger Druck-Aktie lautet "verkaufen", so die Analysten vom Bankhaus Lampe. (Analyse vom 18.07.2011) (18.07.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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